Vier Podestplätze beim Int. Gabriel-Turnier

Wieder ein sensationelles Ergebnis lieferten unsere Kämpferinnen und Kämpfer beim heutigen internationalen Edmund Gabriel-Gedenkturnier in der Kurt Kucera-Halle in Wien Favoriten. Fünf Kämpfer waren ausgezogen, um Edelmetall für den Verein zu holen. Mit vier der begehrten Medaillen kamen sie zurück.

Da Isabella Pleninger die einzige Starterin in der Gewichtsklasse bis 33 kg gewesen wäre, trat sie in der nächst höheren Gewichtsklasse (-36 kg) an, wo sie auf Virginia Kals vom WAT-Großfeldsiedlung traf. Gewichtsmäßig zwar eindeutig im Nachteil, konnte sie dieses Manko mit ihrer Kampferfahrung kompensieren. Während Isa den ersten Kampf im Bodenkampf für sich entschied, konnte sie im Kampf 2 ihre Gegnerin dreimal werfen und erhielt Yuko, Wazari und Ippon hierfür was den Tuniersieg bedeutete.

Tobias Malischnig (-24 kg) traf in seinem ersten Kampf auf Peter Anetshofer (JC Post-Nippon), welcher kein Problem darstellte, da Tobi den Kampf nach 10 Sekunden mit Ippon für Seoi-nage für sich entschied. Sein zweiter Gegner war Valentino Lovric von Senshudan – ein alter Bekannter. Mit Zuversicht und Selbstvertrauen, Valention, gegen den Tobias beim letzten Vergleich lange mit Yuko führte und dann dennoch unterlag, ging unser Sportler auf die Matte. Doch leider unterlag Tobi auch in diesem Vergleich. Schon nach wenigen Augenblicken war der Kampf verloren. Wieder nur Platz zwei für Tobias, der im ersten Moment total enttäuscht war, jedoch überwog mit der Dauer doch die Freude über die Silbermedaille.

Unser Wiener Meister Christoph Hackerkämpfte in den ersten beiden Kämpfen, gegen Klaus-Niklas Binder (ASKÖ Thermenregion) und Schamlaj Meschidov (JUdoring) etwas überheblich. Die Trainingsleistungen der letzen Woche ließen keine Top-Platzierung erahnen. Und so kam es dann auch, dass Christoph in beiden Kämpfen die erste Kampfminute total verschlief und in Rückstand geriet, welchen er trotz Einsatz und Schlussoffensive nicht mehr aufholen konnte. Erst im letzten Kampf gegen Yousef Teimour (WAT-Großfeld) zeigte er sein Können und gewann diesen rasch im Boden mit Kesa-gatame. Somit Platz 3 in der Klasse -36 kg.

Ein tolles Comeback schaffte Alexander Redl in der U13 bis 45 kg trotz des Alters- und Gewichtsklassenwechsels sowie eines nicht unbeachtlichen Trainingsrückstandes. Er gewann seinen ersten Kampf gegen Stepan Tikhomirov (JC Post-Nippon) souverän mit Yuko. Der Kampf um den Finaleinzug brachte keinen Sieger nach der regulären Kampfzeit hervor. Zwar konnte Alexander immer wieder Angriffe starten, aber Wertung wurde keine erzielt. Aber auch sein Gegner, Dominic Sekyt (JUdoring), konnte nicht Punkten. Im Gegenteil. Er fiel nur dadurch auf, dass er herumriß und mehr rangelte als Judo betrieb. Gleich zu Beginn des Golden Score überraschte Alex seinen Gegner mit einem Ashi-dori-Angriff, welcher mit Yuko belohnt wurde. Somit stand Alexander im Finale wo er gegen Markus Hofmann (SC Hakoah), ein Kämpfer von Doppelolympiasieger Peter Seisenbacher, antrat. Keiner konnte sich Vorteile erkämpfen. beide neutralisierten sich mehr, wobei für Alexander immer wieder Möglichkeiten vorhanden waren, um eine Wertung zu erzielen. Als alle schon mit einem Golden Score rechneten zeigte ein Morote-seoi-nage-Angriff seines Gegners Wirkung, der vom Kampfrichter mit Yuko belohnt wurde. Dieser Vorsprung war in den letzen Sekunden leider nicht mehr aufzuholen. Nichts desto trotz, die erste Medaille für Alexander bei der U13 – hoffentlich nicht die letzte.

Andreas Pleninger trat zum ersten mal in der 40 kg Gewichtsklasse an. Die Umstellung sah man ihm in den ersten Augenblicken auch an. Gegen Dschachar Meschidov (Judoring) war Andreas aktiver. Unverständlicherweise mußte er im Bodenkampf – eigentlich eine Spezialität von Andi – nach einem Hishigi aufgeben. Ein rascher Yuko-Rückstand im zweiten Kampf gegen Gernot Gruber von Shiaido brachte Andi auch nicht aus seinem Konzept. Andi schien den Kampf drehen zu können, als er in einen Festhalter geriet, bei dem der Gegner auch auf Andis Kehlkopf drückte und Andi so zur Aufgabe brachte (der Kampfrichter durfte dieses Vergehen nicht registriert haben, da er den Regeln nach mit Mate den Kampf unterbrechen hätte müssen). Somit schied Andreas leider aus. Trotzdem können wir mit seiner Leistung zufrieden sein. Das Glück war dieses Mal nicht auf seiner Seite.

Generll können wir mit den Kampfleistungen voll zufrieden sein. Der eine oder andere Dämpfer war vielleicht gar nicht so schlecht, in Hinblick auf die kommenden Vereinsmeisterschaften, wo wir dort anschließen wollen, wo wir letztes Jahr aufgehört haben. Jetzt heißt es nochmal die letzten Kräfte mobilisieren und im Training noch mehr arbeiten, um die letzten Schwächen auszumerzen um weiterhin erfolgreich zu sein.

Alexander Polt
Fotos vom Turnier gibt es hier
Ergebnislisten auf der Seite des JLV-Wien

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