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Weiß statt blau

Wie die Internationale Judo Föderation (IJF) auf ihrer Homepage mitteilt, gibt es ab 11. August 2011 eine Änderung der Wettkampfregeln und zwar in Bezug auf das Tragen des blauen Judogi des erstaufgerufenen Kämpfers.

Ab den Weltmeisterschaften der Kadetten (Jugend) in Kiev und weiter bei den Weltmeisterschaften der Senioren in Paris sowie bei allen künftigen IJF-Veranstaltungen hat der erstaufgerufene Kämpfer den weißen Judogi zu tragen. Entsprechend dieses Beschlusses wirkt sich die Änderungen auf die Wettkampflisten, die Anzeigetafeln und Standortmarkierungen auf der Wettkampffläche aus.

In weiterer Folge wird diese Bestimmung natürlich auch auf Nationaler- und Landesebene zur Anwendung kommen. Daher ersuchen wir jetzt schon, um Kenntnisnahme dieser Änderung!

Der Judo-Präsident liebt den Schatten

Er ist der mächtigste Mann unter Österreichs Sportfunktionären. Daheim fast unbekannt, ist Marius Vizer ein Global Player im Sport.

Innenhof des Rotterdamer Rathauses. Ein seltener Moment. Marius Vizer gibt am Rande der Judo-WM ein Interview. Sonst meidet er das Rampenlicht. Er setzt sich auf die Parkbank, wirkt, als wäre er schon im Anzug geboren worden. Pafft eine Zigarre im Panzerfaust-Format an. Bereit. Der Präsident des Judo-Weltverbandes IJF kam 1989 als rumänischer Flüchtling nach Wien. Heute ist er der einzige Österreicher an der Spitze eines Olympischen Verbandes.

KURIER: Geboren in Rumänien, geflüchtet nach Österreich, wohnhaft in Ungarn. Wo sind Sie zuhause?

Marius Vizer: Überall, aber besonders in Europa. Ich fühle mich als Österreicher, bin für die Hilfe dankbar, die ich als Flüchtling erhalten habe. In Ungarn lebe ich provisorisch, weil die Verbandsbüros dort sind. Ich bin aber jede Woche daheim in Wien.

Was sagen Sie zum österreichischen Judo?
Ich war mit dem Herzen immer bei den Österreichern. Ich hoffe, die Mannschaft wird noch stärker.

Sie verbindet mit Russlands Ex-Präsident Wladimir Putin nicht nur die Liebe zum Judo, sondern eine enge Freundschaft. Wer von Ihnen ist auf der Matte der Bessere?

Dazu will ich nichts sagen, das wäre unseriös. Uns verbindet eine Freundschaft. Aber wie eng die ist, das sehen vielleicht beide Seiten unterschiedlich.

Stimmt es, dass er ihre IJF-Kandidatur unterstützt hat?

Gar nicht, überhaupt nicht.

Und das Gerücht, sie seien bei einem konspirativen Treffen in seiner Datscha „vorgeschlagen“ worden?

Niemand hat mich vorgeschlagen, ich bin allein angetreten. Ich pflege eine gute Verbindung zu Putin, möchte aber deutlich sagen: Meine Seele ist frei von jedem Kompromiss. Ich habe einen schmutzigen Artikel in der Zeitung gesehen, als ich gewählt wurde. Ich glaube nicht, sondern ich weiß sicher, dass ich weit entfernt bin von allen utopischen Gerüchten.

Zur WM-Eröffnung haben Sie die Trainer gemaßregelt, weil sie die Kleiderordnung ignoriert hatten. Woher kommt ihr autoritärer Stil?

Ich bin zwar aus politischen und ideologischen Gründen aus der Armee ausgetreten, aber meine Erziehung war militärisch. Ich liebe meinen, unseren Sport, arbeite dafür. Das erwarte ich auch von den anderen.

Sie stehen für Radikal-Vermarktung im Judo. Mehr TV, längere WM, mehr Programm. Kann ein voller Terminkalender die Athleten nicht auch überfordern?

Nein. Sie müssen mithalten. Wir wollen aus dem Judo einen Topsport machen, dazu brauchen wir Medienpräsenz, vor allem im TV. Es war bisher schwer, Geld zu lukrieren, Judo zu promoten. Wir haben jetzt eine Senioren- und eine Junioren-WM, vier Grand-Slam- und fünf Grand-Prix-Turniere pro Jahr und noch einiges mehr. Wir müssen zusammenhalten, stark sein, weitermachen.

Im November 2004 ermittelte die Staatsanwaltschaft in Ihrem Geburtsland Rumänien gegen Sie. Ist das mittlerweile geklärt?

Ist alles geklärt. Es ging um ein Telefongespräch. Ich sollte jemanden ausliefern, aber sowas mache ich nicht. Er war ein hochrangiger Beamter, hat mir einen Vorschlag gemacht, als Geschäftsmann – was ich ja annehmen kann oder auch nicht. Das Telefonat wurde illegal abgehört, und ich sollte das eben bestätigen.

Im Oktober tagt das Internationale Olympische Komitee. Streben Sie einen Sitz an?

Ich weiß noch nicht. Ich werde nicht darum kämpfen. Ich kämpfe nur für meine Sportart.

Porträt: Flüchtling, Präsident, Geschäftsmann

Flüchtling

1958 in Rumänien geboren, flüchtete Marius Vizer 1988 nach Ungarn. 1989 ging es weiter nach Wien, er wurde österreichischer Staatsbürger.

Präsident

Seit 2007 ist er IJF-Präsident, die Amtszeit läuft sechs Jahre. Er gilt als Gegenteil seines Vorgängers Park Yong-Sung (KOR): als Modernisierer und Vermarkter. Der Wahl war ein langer Streit vorausgegangen, schon 2005 wollte Vizer (damals Präsident des Europäischen Verbandes) Park ablösen, verlor aber.

Geschäftsmann

Nach eigenen Angaben betrieb Vizer nach dem Fall des Eisernen Vorhangs einen Handel mit exotischen Früchten. Heute, so sagt er, ist er „im Casinobereich“ tätig, außerdem im Bau- und Straßenbauwesen aktiv und Vertreter einer Zigarrenmarke.

Quelle: Kurier.at
Foto: IJF

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